Gegen die Polen-Klischees: Ziemowit Szczerzek im Gespräch mit Thomas Weiler

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "DENK MAL AN POLEN" haben wir den Schriftsteller Ziemowit Szczerek im Gespräch mit Thomas Weiler bei uns zu Gast.

Ziemowit Szczerek, geboren 1978, streitbarer Intellektueller und Journalist, publiziert unter anderem in „Nowa Europa Wschodnia“ und „Tygodnik Powszechny“. Er ist fasziniert vom Osten Europas, vom Gonzo-Journalismus sowie von „geopolitischen, geschichtlichen und kulturellen Kuriositäten“, wie er selbst sagt. Für „Mordor kommt und frisst uns auf“ wurde er mit dem Paszport-Preis der „Polityka“ ausgezeichnet und für den Nike-Literaturpreis, die wichtigste literarische Auszeichnung Polens, sowie für den Internationalen Literaturpreis des Kaus der Kulturen der Welt nominiert.
Er wird bei Voland & Quist verlegt.

Ziemowit Szczerek hat jahrelang die Ukraine intensiv bereist – von Lwiw bis Odessa, von Tschernowitz bis Dnipro. Seine Eindrücke haben sich niedergeschlagen in einem reichlich unkonventionellen Roman. Korruption, Alkoholismus, Verfall – alles erscheint hier karikaturenhaft verzerrt. Szczerek führt die gängigen Stereotype über den „Wilden Osten“ und den „postsowjetischen Dschungel“ ad absurdum und entlarvt in der Überzeichnung die Überheblichkeit, Ignoranz und Eintrübung des westlichen Blicks. Ein Gonzo-Roman, inspiriert von „On the Road“ und „Fear and Loathing in Las Vegas“. Angst und Schrecken im „russigen“ Osten. Heute.

31.08.2019 - 20:00
Buchhandlung Montag, Pappelallee 25, 10437 Berlin
Eintritt: 7€
Szczerek, Ziemowit
Voland & Quist
ISBN/EAN: 9783863911720
20,00 € (inkl. MwSt.)